Was ist Ergotherapie

“Schritt für Schritt zur Selbstständigkeit”

Dies ist eine häufig gestellte Frage, wann immer es im Gespräch um dieses Berufsbild geht.

Kaum jemand, der nicht schon selbst in Berührung damit war – es sei durch einen Rehabilitationsaufenthalt oder die Behandlung eines Angehörigen – weiß, was sich hinter dem Begriff  “Ergotherapie” verbirgt.

Das mag zum einen Teil daran liegen, dass das aus dem grieschichen stammende Wort “Ergo” [Arbeiten-Handeln-Tun] nichts über Inhalte verrät; zum anderen ist die Ergotherapie neben der Physiotherapie und der Logopädie die jüngste Therapieform im Dreiergespann der Heilmittel, die Haus- wie Fachärzte verordnen können.

Im Laufe der letzen zwanzig Jahre hat der Beruf des Ergotherapeuten weite Verbreitung gefunden, sowohl in Kliniken und Rehabilitationszentren wie auch in niedergelassenen Praxen; Ergotherapeuten können mit allen Patientengruppen arbeiten, von Kindern bis hin zu älteren Menschen, mit Krankheitsbildern aus der Neurologie, Orthopädie, der Inneren Medizin und der Psychiatrie.

So wie in der Physiotherapie geht es dabei auch um das Wiederherstellen körperlicher Beweglichkeit. Jedoch ist der ergotherapeutische Behandlungsansatz sehr viel umfassender. Die Behandlung und Beratung bezieht auch alle Sinneswahrnehmungen mit ein, wie das Gleichgewicht und das Spüren des Körpers selbst – das z.B. nach einem Schlaganfall oder bei anderen Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson gestört sein kann.

Ein wichtiges Thema ist auch die Alltagsbewältigung und Selbstständigkeit mit und bei einer Behinderung, sowie das Gedächtnis- und Konzentrationstraining. Dabei werden Angehörige und Bezugspersonen mit einbezogen und unterstützt. Spezialisiert sind die Ergotherapeuten weiter in der Handtherapie, und kommen somit zum Einsatz, wann immer die Beweglichkeit und Geschicklichkeit der Hände beeinträchtigt ist.